1948-1952: Stadtratsarbeit

Nach den Stadtratsprotokollen dieser Zeit beschäftigte sich der Rat vordringlich mit der Versorgungslage, dem Fürsorgewesen und dem Bau- und Wohnungswesen, Entlassungen und Wiedereinstellungen von entnazifizierten Angestellten und Arbeitern der Verwaltung und der Schulen.

Interessant ist auch das Ausstellen von Frauen, wenn diese heirateten, oder wenn sie ledig waren und ein Familienvater beanspruchte diese Stelle. Diese Härten für den Einzelnen (die Einzelne) gründeten natürlich noch in dem Denken "Frauen an den Herd", aber natürlich auch in der Fürsorgepflicht für Familien. Da es wirtschaftlich aufwärts ging, zwar zäh, aber doch merklich, gingen die Härten gegen Einzelne unter, weil sie bald anderweitig Beschäftigung fanden. Einige Stichwörter zu den Vorgängen im Krumbach der Nachkriegszeit bis 1955: (aus Krumbach (Schwaben) in Stichwörtern, Walter Gleich, 1990)

1948: •Am 20. Juli war Währungsreform. Jeder Einwohner bekam ein Kopfgeld von 40 DM •Die Stadt errichtete als Wohnungsnotprogramm ein Zehnfamilienhaus am Lettenberg. •In den Flüchtlingslagern Stadtsaal, Bärensaal und an der Burgauer Straße waren noch 280 Personen untergebracht.

1949: •Eine Wohnsiedlung entstand im Höllgehau. •Die Wohnungsbaugenossenschaft wurde gegründet. •Die Genossenschaft baute im Lexenrieder Weg sieben Doppelhäuser.

1950: •Baubeginn für die neue Grundschule •Der Stadtsaal beherbergte keine Flüchtlinge mehr. •Grundsteinlegung für das Flurbereinigungsamt

1951: •Beginn der Bautätigkeit in der Michaelssiedlung •Richtfest der Grundschule •Fabrikstraße bekam den Namen Robert-Steiger-Straße.

1952: •Volksschule wurde eingeweiht. •Hans Höfle wurde einziger Stadtrat der SPD.

1953: •Die Gemeinschaftsküche stellte ihren Betrieb ein. •Die ersten Fernseher können Sendungen empfangen.

1954: •Der neue städtische Kindergarten wurde eingeweiht.

1955: •Das Flussbad an der Kammel wurde aus hygienischen Gründen geschlossen.